1. Ziele der Betriebshilfedarlehen

Mit zinslosen Betriebshilfedarlehen können Bewirtschafter und Bewirtschafterinnen bäuerlicher Betriebe unterstützt werden, welche unverschuldet in eine finanzielle Notlage geraten sind. Durch die Überbrückung eines momentanen finanziellen Engpasses sollen die Weiterführung und längerfristige Existenzfähigkeit des Betriebes gesichert werden.

Zinslosen Betriebshilfedarlehen können auch für die Umfinanzierung verzinslicher Schulden eingesetzt werden (Umschuldung). Die eingesparten Zinsen sind für eine raschere Tilgung des Fremdkapitals zu verwenden. Leistungsfähige Betriebe erreichen so eine kontinuierliche Entschuldung und verbessern damit die Nachhaltigkeit ihrer Existenzgrundlage.

Für die Umschuldung muss keine finanzielle Notlage nachgewiesen werden.

Betriebshilfedarlehen dürfen nicht zur Finanzierung von Investitionen eingesetzt werden. Nach grösseren Investitionen ist für eine Umschuldung eine Wartefrist von
3 Jahren einzuhalten.

2. Wer kann Betriebshilfedarlehen erhalten

Betriebshilfedarlehen können nur an natürliche Personen (Selbstbewirtschafter und Selbstbewirtschafterinnen von landwirtschaftlichen Betrieben) gewährt werden, wenn folgende Bedingungen erfüllt sind:

3. Massnahmen und Höhe der Betriebshilfedarlehen

Überbrückung einer finanziellen Notlage

"Eine finanzielle Notlage liegt vor, wenn der Gesuchsteller/die Gesuchstellerin trotz zumutbarer Ausschöpfung der Kreditmöglichkeiten vorübergehend ausser Stande ist, den finanziellen Verpflichtungen nachzukommen" (SBMV Art. 1).

Eine finanzielle Notlage kann zum Beispiel verursacht sein durch:

Die Darlehenshöhe bemisst sich nach der Notwendigkeit der Hilfe und der Tragbarkeit der Gesamtverschuldung.  

Umschuldung

Verzinsliche Schulden können bis auf 50 % des Ertragswertes mit einem Betriebshilfedarlehen abgelöst werden

Ausgangsverschuldung mit verzinslichen Schulden darf nicht höher sein als der zweieinhalbfache Ertragswert

Nach grösseren Investitionen ist eine Wartefrist von 3 Jahren bis zur Gewährung eines Betriebshilfedarlehens einzuhalten

Die letzte Umschuldung muss mindestens 10 Jahre zurückliegen

4. Konditionen für Betriebshilfedarlehen

Grundeigentümer und
Pächter innerhalb Familie

Grundpfand

Fremd-Pächter

Bürgschaft

5. Vorgehen Kreditgesuch

Fragen Sie uns, wir informieren Sie gerne Kontakt

6. Gesetzliche Regelungen

Die Mittel für Betriebshilfedarlehen werden vom Kanton Luzern und vom Bund zu gleichen Teilen zur Verfügung gestellt.

Die Kantone verwalten die Gelder in einem fonds-de-roulement, das heisst, die Rückzahlungen von Betriebshilfedarlehen können laufend wieder für neue Kredite eingesetzt werden.

Im Kanton Luzern ist die Landwirtschaftliche Kreditkasse des Kantons Luzern (LK) zuständig für die Verwaltung der Betriebshilfe.

Die Details der gesetzlichen Regelungen finden sich in folgenden Unterlagen:

Über die unterstützten Massnahmen und den Umfang der Unterstützung im Bereich Betriebshilfe gibt der aktuelle Jahresbericht der LK Auskunft.

Übersicht Betriebshilfe

  1. Ziele der Betriebshilfedarlehen
  2. Wer kann Betriebshilfedarlehen erhalten?
  3. Massnahmen und Höhe der Betriebshilfedarlehen
  4. Konditionen für Betriebshilfedarlehen
  5. Vorgehen Kreditgesuch Betriebshilfedarlehen
  6. Gesetzliche Regelungen für Betriebshilfedarlehen